José Maria Eça de Queiroz (* 25. November 1845 in Póvoa de Varzim; 16. August 1900 in Paris) war ein portugiesischer Schriftsteller und Diplomat (aus Wikipedia). Er ist einer der bekanntesten und sicherlich auch begabtesten portugiesischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Ursprünglich an der Romantik und am Realismus orientiert, wandte er sich dem Naturalismus Zolascher Prägung zu. Auch dem hier veröffentlichten Roman, der im Original unter dem Titel »O Crime do Padre Amaro« 1875 erschien, merkt man dies (zu meinem Bedauern) an: Der Geruch allgegenwärtiger Sozialkritik durchzieht nahezu jede Episode; insbesondere am katholischen Klerus lässt der Verfasser kaum ein gutes Haar, und zwar mit einer Rigidität, dass man daran zweifelt, ob der Verfasser sich je ernsthaft mit der sozialen Bedeutung des Katholizismus in Portugal beschäftigt hat.
Dennoch ist der Roman exzellent konzipiert und überzeugt in Handlung und Stil (was meine eigene Übersetzung vermutlich nur unvollkommen zum Ausdruck bringt).
Dennoch ist der Roman exzellent konzipiert und überzeugt in Handlung und Stil (was meine eigene Übersetzung vermutlich nur unvollkommen zum Ausdruck bringt).









