Der als Dichter des "Don Quixotte" bekannte Cervantes hat sich in allen literarischen Gattungen erfolgreich betätigt, auch in der dramatischen. Das hier vorgelegte Werk, "Numancia", wurde bereits ca. 1582 verfasst, jedoch erst 1784 gedruckt; und es war dann rasch klar, dass man es mit der bedeutendsten spanischen Tragödie vor Lope de Vega zu tun hatte.
Es ist ein ungemein wuchtiges Werk; Thema ist der Fall der spanischen Stadt Numantia im Jahr 133 v.u.Z., bewerkstelligt durch den jüngeren Scipio. Die Römer kommen nicht gut weg in diesem Trauerspiel; ihren Sieg verdanken sie (auch historisch) nicht ihrer Kampfkraft, sondern einer Hungersnot der Belagerten und deren Willen, den Freitod römischer Versklavung vorzuziehen (siehe Cover).
Auf deutsch hat diesen Text als erster der romantische Dichter Friedrich de la Motte Fouqué 1810 übersetzt; dabei ist er dem Original auch darin gefolgt, Kreuz- und umschließende Endreime für die Verse zu verwenden. Was in den romanischen Sprachen bekanntlich leicht fällt, kann im Deutschen, wenn dazu noch der fremdsprachliche Sinn erhalten bleiben soll, zu den notorischen ›Reim-Zwangsstörungen‹ führen. Obwohl Fouqés Übertragung auf jeden Fall hohen Respekt verdient, habe ich deshalb für diese Ausgabe die reimlose Übersetzung von Leberecht Günther Forster gewählt, die 1826 im Rahmen einer Cervantes-Gesamtausgabe erschien. Sie enthält am Ende eine kurze Biographie des Dichters.
Wie man Ende April 2023 auf diesen scheinbar fernen Text gerät, liegt nahe genug.
Das Cover macht Gebrauch von einem Ausschnitt aus dem Gemälde ›Numantia‹ (1880) des spanischen Künstlers Alejo Vera. Die Bereitstellung des Textes fußt auf der GoogleBooksKorrekturLesung.
Es ist ein ungemein wuchtiges Werk; Thema ist der Fall der spanischen Stadt Numantia im Jahr 133 v.u.Z., bewerkstelligt durch den jüngeren Scipio. Die Römer kommen nicht gut weg in diesem Trauerspiel; ihren Sieg verdanken sie (auch historisch) nicht ihrer Kampfkraft, sondern einer Hungersnot der Belagerten und deren Willen, den Freitod römischer Versklavung vorzuziehen (siehe Cover).
Auf deutsch hat diesen Text als erster der romantische Dichter Friedrich de la Motte Fouqué 1810 übersetzt; dabei ist er dem Original auch darin gefolgt, Kreuz- und umschließende Endreime für die Verse zu verwenden. Was in den romanischen Sprachen bekanntlich leicht fällt, kann im Deutschen, wenn dazu noch der fremdsprachliche Sinn erhalten bleiben soll, zu den notorischen ›Reim-Zwangsstörungen‹ führen. Obwohl Fouqés Übertragung auf jeden Fall hohen Respekt verdient, habe ich deshalb für diese Ausgabe die reimlose Übersetzung von Leberecht Günther Forster gewählt, die 1826 im Rahmen einer Cervantes-Gesamtausgabe erschien. Sie enthält am Ende eine kurze Biographie des Dichters.
Wie man Ende April 2023 auf diesen scheinbar fernen Text gerät, liegt nahe genug.
Das Cover macht Gebrauch von einem Ausschnitt aus dem Gemälde ›Numantia‹ (1880) des spanischen Künstlers Alejo Vera. Die Bereitstellung des Textes fußt auf der GoogleBooksKorrekturLesung.





