Der ewige Jude.
»Wir haben noch 1 ½ Stunden Zeit. Erst gegen 12 Uhr nachts dürfte die dritte Prophezeiung eintreffen.«
Ich hatte in meiner harten Sofaecke bereits halb geschlafen. Mir steckten die Strapazen der letzten Tage noch in den Knochen. Es dauerte daher einige Sekunden, bevor mein schlafumnebeltes Hirn recht begriff, was Harst soeben gesagt hatte, das heißt, den Sinn der Sätze faßte, allerdings ohne sie zu verstehen.
»Dritte Prophezeiung?« fragte ich. »Um 12 Uhr nachts? Was soll das alles?«
Die entführte Gräfin.
Meine Notizen über den Fall der jungen Gräfin Tessa Söderholm enthalten sozusagen ein Vorspiel, das ich hier jedoch nur kurz streifen will, obwohl es mit der merkwürdigen Entführungsgeschichte in gewisser Weise zusammenhängt.
Wir, Harald Harst und ich, trafen aus Lissabon kommend nach ununterbrochener Eisenbahnfahrt bei kaltem, regnerischen Wetter in Warnemünde mit so großer Zugverspätung ein, daß wir den Fährdampfer nach Gjester nicht mehr erreichten. Da wir sehr müde waren, begaben wir uns sofort in ein kleines Hotel am Hafen, das schon von außen einen sehr gemütlichen Eindruck gemacht hatte. Dieser Eindruck täuschte nicht. Wir waren dort vorzüglich aufgehoben.
Als wir nachmittags gegen sechs unten im sog. Herrenzimmer ein delikates Fischgericht aßen, das uns die rundliche Wirtin empfohlen hatte, spannte der Ober gerade die neuesten Berliner Zeitungen ein.
Harst ließ sich die B. Z. a. M. geben und suchte darin nach irgend etwas Neuem über den Fall Söderholm, der auch in der deutschen Presse eingehend besprochen worden war.
»Wir haben noch 1 ½ Stunden Zeit. Erst gegen 12 Uhr nachts dürfte die dritte Prophezeiung eintreffen.«
Ich hatte in meiner harten Sofaecke bereits halb geschlafen. Mir steckten die Strapazen der letzten Tage noch in den Knochen. Es dauerte daher einige Sekunden, bevor mein schlafumnebeltes Hirn recht begriff, was Harst soeben gesagt hatte, das heißt, den Sinn der Sätze faßte, allerdings ohne sie zu verstehen.
»Dritte Prophezeiung?« fragte ich. »Um 12 Uhr nachts? Was soll das alles?«
Die entführte Gräfin.
Meine Notizen über den Fall der jungen Gräfin Tessa Söderholm enthalten sozusagen ein Vorspiel, das ich hier jedoch nur kurz streifen will, obwohl es mit der merkwürdigen Entführungsgeschichte in gewisser Weise zusammenhängt.
Wir, Harald Harst und ich, trafen aus Lissabon kommend nach ununterbrochener Eisenbahnfahrt bei kaltem, regnerischen Wetter in Warnemünde mit so großer Zugverspätung ein, daß wir den Fährdampfer nach Gjester nicht mehr erreichten. Da wir sehr müde waren, begaben wir uns sofort in ein kleines Hotel am Hafen, das schon von außen einen sehr gemütlichen Eindruck gemacht hatte. Dieser Eindruck täuschte nicht. Wir waren dort vorzüglich aufgehoben.
Als wir nachmittags gegen sechs unten im sog. Herrenzimmer ein delikates Fischgericht aßen, das uns die rundliche Wirtin empfohlen hatte, spannte der Ober gerade die neuesten Berliner Zeitungen ein.
Harst ließ sich die B. Z. a. M. geben und suchte darin nach irgend etwas Neuem über den Fall Söderholm, der auch in der deutschen Presse eingehend besprochen worden war.






